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Museumshäppli: Suppen-Würze seit 1886. Der Frauenfelder Julius Maggi und seine Fertigbouillon

Er ist der imposanteste Sohn der Thurgauer Hauptstadt. Das Leben des Frauenfelders Julius Maggi ist weltmännisch schillernd und kaum fassbar. Am Museumshäppli des Historischen Museums Thurgau vom 30. August 2018 um 12.30 Uhr zeigt Kurator Dr. Dominik Schnetzer Sonnen- und Schattenseiten des Vaters aller Fertigsuppen.

Unzähmbar war Julius Maggi bereits als Teenager. Seine Lehrer scheiterten kläglich, Vater und Mutter mussten mit dem 14-Jährigen bereits komplexe Verhandlungen führen. Später liess er ebenso seine Mitarbeiter zappeln, wenn das Geschäft nahe am Bankrott war. Seine zweite Ehefrau Louise kämpfte schliesslich mit den Eskapaden des Suppenkönigs, der sich nach 1900 vornehmlich in der Pariser High Society bewegte.

Trotz seines vorwärtsstrebenden und schillernden Charakters wurde Maggi als betont sozialer Arbeitgeber verehrt. Seine wirtschaftlichen Grosserfolge, die Maggi-Fertigsuppe und die Maggi-Würze, entwickelte er zum Wohle der Arbeiterschaft, die im 19. Jahrhundert noch unterernährt und von langen Arbeitszeiten gebeutelt war.

In seinem Kurzvortrag über den Frauenfelder Sohn geht Kurator Dr. Dominik Schnetzer auch auf die Thurgauer und die Pariser Jahre von Julius Maggi ein. Zitate aus Briefen und Fotografien erlauben einen unterhaltsamen Blick auf das Leben dieses umtriebigen Geschäftsmanns. Das halbstündige Museumshäppli im Schloss Frauenfeld vom 30. August 2018 beginnt um 12.30 Uhr und ist kostenlos.

Julius Maggi (1846–1912) mit seiner zweiten Ehefrau Louise (1859–1919) Bildnachweis: Archives Historiques Nestlé, Vevey
Julius Maggi (1846–1912) mit seiner zweiten Ehefrau Louise (1859–1919) Bildnachweis: Archives Historiques Nestlé, Vevey

Veranstaltungsort

Schloss Frauenfeld
8500  Frauenfeld

Weitere Informationen

Tel. +41 58 345 73 80
historisches.museumNULL@tg.ch
https://historisches-museum.tg.ch

Organisation

Historisches Museum Thurgau