Direkt zum Inhalt springen
 
 

Eine Stiftung öffnet das Himmelstor. Jenseitsvorstellungen im Mittelalter

Die Glaubenswelt des Mittelalters ist uns heute ziemlich fremd. Wozu der ganze Prunk und das viele Gold, die unzähligen Heiligen auf den farbigen Gemälden oder als Skulpturen? Um die Wirkung solche Bildwerke auf die Menschen im Mittelalter zu verstehen, müssen wir ihre religiösen Vorstellungen, also ihren «Mindset» kennen. Das Historische Museum Thurgau gibt eine Anleitung.

Ein gottesfürchtiges Leben prägt den Alltag eines Menschen im Mittelalter durch und durch. Das oberste Ziel: ein besseres Leben im Jenseits. Am Museumshäppli vom Donnerstag, 28. Februar 2019, gewährt Kunsthistorikerin Iris Hutter Einblick in die Weltanschauung im Mittelalter. Sie skizziert, wie sich die Menschen unabhängig von Rang und Stand auf das Leben nach dem Tod vorbereiteten und schafft so einen schlüssigen Zugang zur kirchlichen Kunst aus dieser Zeit.

Zweifelhafter Tauschhandel

Die Ausstellung im Schloss Frauenfeld widmet den Thurgauer Kirchenschätzen einen ganzen Raum. Altäre, Skulpturen und Buchmalereien mit ihren kunstvollen Details, den Goldelementen und farbenprächtigen Darstellungen strahlen eine Erhabenheit aus, die einmalig ist. Viele von ihnen waren eine sogenannte Stiftung, einfach gesagt also ein Geschenk an die Kirche. Von wem stammen diese Geschenke? Was versprechen sich die Stifter von ihren reichen Gaben? Iris Hutter beleuchtet am Mittagsreferat anhand zweier Altarflügel aus der Sammlung des Historischen Museums Thurgau den Tauschhandel zwischen Volk und Kirche –  bei dem es um nicht weniger als das Seelenheil und einen Platz im Himmel ging.

Das Kurzreferat findet um 12.30 Uhr im Schloss Frauenfeld statt. Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung nötig.

Veranstaltungsort

Schloss Frauenfeld
8500  Frauenfeld

Allgemeine Angaben

Tel. +41 58 345 73 80
historisches.museum@tg.ch
https://historisches-museum.tg.ch

Organisation

Historisches Museum Thurgau