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Thurgauer Langsamverkehrskonzept liegt vor

Ergänzend zum Gesamtverkehrskonzept verfügt der Kanton Thurgau neu über ein Langsamverkehrskonzept. Dieses zeigt auf, wie der Langsamverkehr gestärkt werden soll, damit künftig mehr Leute im Alltag das Velo nutzen oder zu Fuss gehen. Das Konzept erfüllt einen erheblich erklärten Antrag des Grossen Rates und wurde Anfang April vom Regierungsrat verabschiedet. Es kann als Meilenstein in der Förderung des Langsamverkehrs im Kanton bezeichnet werden.

«Der Thurgau lädt zum Radfahren und Zufussgehen ein und fördert damit eine nachhaltigere Mobilität»: So lautet ein Auszug aus der Vision, die dem neuen Langsamverkehrskonzept zu Grunde liegt. Nebst dem motorisierten Individualverkehr (MIV) und dem öffentlichen Verkehr (ÖV) bildet der Langsamverkehr (LV) eine gleichberechtigte dritte Säule des Personenverkehrs («kombinierter Ansatz»).

Damit der Anteil des Langsamverkehrs am Gesamtverkehr erhöht werden kann, werden im Konzept Ziele und Massnahmen formuliert. Um das Velofahren und Zufussgehen attraktiver zu machen, soll beispielsweise die Verkehrssicherheit erhöht werden, indem bekannte Schwach- und Gefahrenstellen eliminiert werden. Das Langsamverkehrsnetz soll künftig durchgehend und hindernisfrei sein. Ein besonderes Gewicht erhält auch die Schulwegsicherheit, die bereits heute hohe Priorität geniesst.

Um die Ziele erfüllen und die Massnahmen umsetzen zu können, ist auf organisatorischer Ebene vorgesehen, eine kantonale Fachstelle Langsamverkehr zu schaffen. Die Stelle wird mit dem nächsten Budget beantragt. Jeweils mit dem ordentlichen Budget werden dem Grossen Rat auch die einzelnen räumlichen Massnahmen zur Förderung des Langsamverkehrs vorgelegt.

Das Langsamverkehrskonzept enthält auch Empfehlungen für die kommunalen Behörden. Die Städte und Gemeinden werden eingeladen, ihr Gebiet aus der Optik des Langsamverkehrs zu analysieren und Schwachstellen auf ihren Strassen zu beheben. Denn während der Kanton, abgesehen von Massnahmen entlang der Kantonsstrassen, vor allem bei den Grundlagen und der Koordination Impulse geben kann, sind es die Städte und Gemeinden, die das Potenzial des Langsamverkehrs vor Ort ausschöpfen können. Dabei sollen sie unterstützt werden.

Langsamverkehrskonzept Thurgau