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«Der Thurgau ist der logische OLMA-Gastkanton»

I.D. Die 75. OLMA ist eröffnet – mit einem festlichen Eröffnungsanlass im Stadttheater St.Gallen, der vom Gastkanton Thurgau massgeblich mitgeprägt wurde. Der Thurgau sei der logische Gastkanton für die Jubiläums-OLMA, sagte OLMA-Direktor Nicolo Paganini. Der Thurgau war der erste Gastkanton der OLMA, er ist von Anfang an in der Trägerschaft dabei, und er ist ein Nachbarkanton.

«Was sich liebt, das neckt sich», stellte Bundespräsidentin Doris Leuthard eingangs ihrer OLMA-Eröffnungsansprache fest, nachdem sie die Rede des Thurgauer Regierungsrates Walter Schönholzer gehört hatte. Sie nahm dabei Bezug auf einige kleine Anspielungen zum Verhältnis der Nachbarkantone St.Gallen und Thurgau, die Walter Schönholzer sanft in seine Rede verpackt hatte. So sagte er, dass der Thurgauer Leu durchaus auch einmal seine Krallen einsetzen könne, wenn man ihm etwas wegnehme oder vorenthalte: «So etwa, wenn die St.Galler, was noch oft der Fall ist, die Ostschweiz mit sich selber gleichsetzen.» Der Thurgau wolle von seinen Nachbarn nicht väterlich beschützt und geschützt, sondern partnerschaftlich ernst genommen werden. Auch OLMA-Direktor Nicolo Paganini nahm diesen Faden auf und sprach einen kürzlich erschienenen Zeitungsartikel an, in dem die Rede von einer Ehekrise zwischen den Kantonen St.Gallen und Thurgau war. Er fragte sich dann aber gleich: «Wenn es denn eine Ehekrise geben soll – wann habe diese denn überhaupt geheiratet?»

Überdies setzte sich Walter Schönholzer in seiner Festrede mit der Identität des Thurgaus auseinander, der zwar keinen unbestrittenen urbanen Mittelpunkt habe. «Aber genau das macht seine Identität aus. Eine starke Identität, die der einheitlichen, schönen Landschaft verpflichtet ist», so Schönholzer. Er verglich den Thurgau mit einer Art Central Park nicht nur einer, sondern mehrerer Städte im Umfeld. Ein Central Park als ein Dazwischen, das Brücken schlägt, aber auch etwas Eigenständiges ist. Er bezog sich im Weiteren auf das Motto des Thurgauer Auftritts in St.Gallen: De Leu isch los. «Er will in St.Gallen nicht brüllen und zerfleischen, aber Spuren hinterlassen.» Er bezeichnete den Thurgau als lebendigen, fröhlichen, innovativen Kanton, als ein Biotop mit tausend Eigenheiten und Geheimnissen.

Die Eröffnungsfeier im vollbesetzten Stadttheater wurde mit bunten Darbietungen aus dem Thurgau untermalt. So sangen sich Lina Button, der Thurgauer Festchor und die Thurgauer Jodelspatzen in die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Zudem begeisterten die Showgruppe Konterschwung am Barren und das Duo Noëmi Amrhein und Claudia Bitzer mit ihrem akrobatischen Können.

Beim anschliessenden Rundgang durch die OLMA stattete Bundespräsidentin Doris Leuthard der Sonderschau des Kantons Thurgau einen Besuch ab. Dabei steuerte sie vor versammelter Medienschar gekonnt ein Modellschiff auf dem Bodensee en miniature.

Viel Prominenz in der OLMA-Sonderschau des Kantons Thurgau (v.l.) OLMA-Präsident Thomas Scheitlin, OLMA-Direktor Nicolo Pagagnini, Ständeratspräsident Ivo Bischofberger, Bundespräsidentin Doris Leuthard, die Thurgauer Regierungspräsidentin Carmen Haag, der Thurgauer Regierungsrat Walter Schönholzer und Werner Dickenmann, OK-Chef Gastkanton Thurgau.

Regierungsrat Walter Schönholzer führt Bundespräsidentin Doris Leuthard durch die Sonderschau des OLMA-Gastkantons Thurgau.

Die Showgruppe Konterschwung aus dem Hinterthurgau begeistert mit ihrer Barrenakrobatik.

Angestimmt vom Thurgauer Festchor wird im Stadttheater - stehend wie es sich gehört – das Thurgauer Lied gesungen.

«Der Thurgau ist ein lebendiger, fröhlicher, ein innovativer Kanton». Regierungsrat Walter Schönholzer anlässlich seiner Rede zur OLMA-Eröffnung.