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Wie die Burg zum Schloss wird

Das Schloss ist definitiv das Wahrzeichen von Frauenfeld. Seit sage und schreibe 700 Jahren thront es über der Murg und verkörpert die thurgauische Geschichte wie kaum ein Gebäude im Kanton. Im Rahmen der «Burgen- und Schlösser-Tage grenzenlos» lädt das Historische Museum Thurgau zu einem faszinierenden Rundgang durch die Baugeschichte der Frauenfelder Burganlage ein.

Kein anderer Bau ist so eng mit der Geschichte des Thurgaus verbunden wie die Burg zu Frauenfeld. Bereits im 13. Jahrhundert erbauten die Kyburger diese mächtige Festung auf dem Molassefelsen über der Murg. Die bedeutsame und äusserst turbulente Geschichte rund um das Bauwerk ist spannender als jeder Krimi. An den zwei Schlossführungen des Historischen Museums Thurgau am Sonntag, 17. Juni 2018, erzählt der Historiker und Spezialist Peter Niederhäuser die wechselvolle Geschichte dieses Herrschaftssitzes und vertieft gleichzeitig deren baugeschichtlichen Hintergründe.

Stimmungsvolles Innenleben
Trotz zahlreicher Umbauten und Erneuerungen können Experten die einzelnen Etappen der ereignisreichen Geschichte von Schloss Frauenfeld beinahe lückenlos nachzeichnen – von der hochmittelalterlichen Herrschaft der Grafen von Kyburg über das spätgotische Wohnschloss der Herren von Hohenlandenberg bis hin zum eidgenössischen Landvogteisitz der Frühen Neuzeit. Auf dem Rundgang stellt Peter Niederhäuser nicht einfach das Schloss mit seiner reichen Geschichte vor, sondern führt das Publikum in die stimmungsvollen Innenräume, die den Wandel von der wuchtigen Burg zum repräsentativen Schloss dokumentieren.

Der Rundgang steht in Zusammenhang mit dem Projekt «Burgen- und Schlösser-Tage grenzenlos», das an die gemeinsame länderübergreifende Kulturlandschaft erinnert. Erst im Laufe des 15. Jahrhunderts entwickeln sich nämlich die einzelnen Regionen nördlich und südlich des Hochrheins auseinander, womit jene Grenzen entstehen, die bis heute gelten.

Die Führung im Schloss Frauenfeld findet zweimal statt, um 13 Uhr und um 15.30 Uhr, und kostet zehn Franken pro Person. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Ein Bau mit Geschichte: Schloss Frauenfeld.