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Stärkere berufsfeldspezifische Ausrichtung der Fachmittelschulen

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat die Verordnung über die Ausbildung an den Fachmittelschulen der Thurgauischen Kantonsschulen an die Vorgaben der Schweizerischen Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) angepasst.

Die EDK hat vergangenen Herbst das revidierte Reglement über die Anerkennung der Abschlüsse von Fachmittelschulen (FMS) und den neuen Rahmenlehrplan für Fachmittelschulen verabschiedet. Das Anerkennungsreglement FMS enthält wesentliche Änderungen, die für die Fachmittelschulen im Thurgau von Bedeutung sind. Erstens muss der Umfang der berufsfeldspezifischen Fächer neu mindestens 20 Prozent betragen. Dementsprechend werden zweitens auch die Bestimmungen für die Abschlussprüfungen angepasst. Drittens werden neu das Berufsfeld Gesundheit/Naturwissenschaften und die Fachmatura Naturwissenschaften eingeführt.

Die Herausforderung der Verordnungsanpassung bestand darin, die Vorgabe bezüglich des Umfangs der berufsfeldspezifischen Fächer von 20 Prozent zu erfüllen und gleichzeitig die Lehrgänge so aufzustellen, dass sie die Ansprüche der Schülerinnen und Schüler, der Lehrpersonen und der Schulorganisation erfüllen. Aufgrund der Vorgaben findet eine Umverteilung der Unterrichtsinhalte vom allgemeinbildenden zum berufsfeldspezifischen Unterricht statt.

Das revidierte Anerkennungsreglement FMS erlaubt neu die Führung eines kombinierten Berufsfeldes Gesundheit/Naturwissenschaften. Die beiden Thurgauischen Kantonsschulen mit einer FMS-Abteilung, die Kantonsschule Frauenfeld und die Kantonsschule Romanshorn, möchten dieses Berufsfeld anbieten. Schülerinnen und Schüler dieser Schulen haben künftig die Möglichkeit, das Berufsfeld Gesundheit/Naturwissenschaften zu wählen und anschliessend die Fachmatura Naturwissenschaften zu erlangen.