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Innovationen ausserhalb des üblichen Unterrichts

Am Bildungszentrum Arbon haben die Begabtenförderung und der Projektunterricht einen wichtigen Platz. Im Robotik-, Nano- und Bioniklabor setzen die Jugendlichen spannende und innovative Ideen in die Praxis um – und verblüffen damit manchmal sogar erfahrene Techniker. Daraus ergeben sich Synergien mit der Anlagennutzung im Projektunterricht der Polymechaniker sowie der Konstrukteure.

Es wird getüftelt, ausprobiert und letztlich werden Ideen umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler der Volksschule sowie Lernende des Bildungszentrum Arbon arbeiten im Robotik-, Nano- und Bioniklabor leidenschaftlich an neuen Technologien. Ihnen zur Seite steht Niklaus Vogel. Der ausgebildete Feinmechaniker und Maschineningenieur gibt Tipps, wenn die Jugendlichen nicht weiterkommen. «Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer», beschrieb Vogel an einer Medienorientierung seine Haltung mit einem Zitat des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry.

Das Labor wurde vor rund 15 Jahren für den Projektunterricht bei Polymechanikern und Konstrukteuren aufgebaut und stetig weiterentwickelt. Seit dem Schuljahr 2017/18 steht es zusätzlich für besonders interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler zweier unterschiedlicher kantonalen Angebote zur Verfügung. Zum einen werden Ateliers angeboten zum anderen Impulstage veranstaltet. Das Angebot richtet sich an Fünft- bis Neuntklässlerinnen und -klässler. Die Ateliers haben zum Ziel, eine intensive Förderung für ausgewählte Schülerinnen und Schüler zu bieten, während die Impulstage das Interesse und die Begabungen einer breiteren Schülerschaft fördern sollen. Die Inhalte der Angebote gehen über den regulären Schulstoff hinaus und werden möglichst über die Grenzen der Fachbereiche hinweg gestaltet. In der beruflichen Grundbildung der Polymechaniker und Konstrukteure sieht der Lehrplan die bereichsübergreifenden Projekte zur Förderung der Handlungskompetenzen vor. Das bietet eine ideale Voraussetzung, um Technik ausserhalb des üblichen schulischen Rahmens zu erleben.

Das Labor eignet sich hervorragend

Für Felix Lengwiler, den Rektor des Bildungszentrums Arbon, stand von Anfang an fest, dass sich das Labor in Arbon hervorragend auch für Projekte im kantonalen Programm eignet: «Mit dem Einsatz des Labors bei Projektarbeiten, bei der Lehrlingsausbildung und für die Begabtenförderung der Volksschule ergeben sich ausgezeichnet Synergien.»

Und so realisieren die Jugendlichen und Lernenden am Bildungszentrum Arbon nebst dem regulären Unterricht im Labor ihre eigenen Projekte. Dazu gehören unter anderem ein Kaffeeroboter, ein Bionikgreifer, der 3D-Druck oder auch das Zeichnen mit dem Roboter. Letztlich müssen sämtliche Ideen den Praxistest bestehen. Dieser wird jeweils mit Spannung erwartet – und bietet manchmal auch Überraschungen. So gab es vereinzelt auch schon Fälle, in denen ein Projekt entgegen den Erwartungen erfahrener Techniker funktioniert hat, erzählte Niklaus Vogel. Das führt einerseits zum Staunen, andererseits bestätigt es die Verantwortlichen am Bildungszentrum Arbon auch darin, dass man den Jugendlichen einiges zutrauen kann.

Weitere Informationen zu den Angeboten gibt es unter www.bbf.tg.ch

Kursleiter Niklaus Vogel hilft den Schülern bei einem Experiment.
Kursleiter Niklaus Vogel hilft den Schülern bei einem Experiment.

Rektor Felix Lengwiler tauscht sich mit angehenden Polymechanikern über den Kaffeeroboter aus.
Rektor Felix Lengwiler tauscht sich mit angehenden Polymechanikern über den Kaffeeroboter aus.

Im Robotiklabor lernen die Jugendlichen unter anderem das Programmieren.
Im Robotiklabor lernen die Jugendlichen unter anderem das Programmieren.