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Die industrielle Konjunktur kühlt sich auch im Kanton Thurgau spürbar ab

Auch im Kanton Thurgau spürt die Industrie vermehrt Gegenwind. Demgegenüber floriert die Baukonjunktur nach wie vor. Das zeigt der neueste Wirtschaftsbarometer.

Gemäss dem Thurgauer Wirtschaftsbarometer, der vom Kanton Thurgau, der Thurgauer Kantonalbank, der IHK Thurgau und dem Thurgauer Gewerbeverband getragen wird, kühlte sich das Klima in der Thurgauer Industrie im zweiten Quartal 2019 weiter ab. Alles in allem war die Geschäftslage Anfang Juli 2019 jedoch nach wie vor solide.

Markante Mehrexporte

Die Exporte aus dem Kanton Thurgau stiegen im zweiten Quartal 2019 um 20 Prozent. Das Exportwachstum war branchenmässig jedoch nicht mehr so breit abgestützt wie zuvor. Markante Mehrexporte gab es insbesondere bei Fahrzeugen, Präzisionsinstrumenten sowie Erzeugnissen einzelner Zweige der Maschinenindustrie. Bremsspuren waren demgegenüber beim Export von Industriemaschinen und Metallwaren sichtbar.

Produktion vielerorts gedrosselt

Gleichzeitig wurde die Industrieproduktion im zweiten Quartal 2019 vielerorts heruntergefahren. Zudem gingen erneut weniger Bestellungen ein. Der Auftragsbestand wird inzwischen als zu niedrig eingestuft.

Vorsichtiger Blick auf die nächsten Monate

Für das dritte Quartal 2019 rechnen die Thurgauer Industriebetriebe mit gleichbleibender Produktion und stabilem Bestellungseingang. Auch für den längeren Zeithorizont bis Ende 2019 erwarten sie kaum Änderungen.

Baukonjunktur bleibt rege

In der Thurgauer Bauwirtschaft hat sich die Geschäftslage im zweiten Quartal 2019 auf hohem Niveau nochmals verbessert. Die Bautätigkeit hat seit dem Frühling sowohl im Bauhaupt- als auch im Ausbaugewerbe wieder angezogen. Auch die Nachfrage zeigt aufwärts. Der Auftragsbestand wird von jedem vierten Betrieb als gross eingestuft. Über einen zu kleinen Auftragsbestand klagt nur jeder Zehnte.

Für das dritte Quartal 2019 rechnen die Thurgauer Baubetriebe mit einer Konsolidierung, Bautätigkeit und Nachfrage dürften leicht nachlassen. Für den weiteren Zeithorizont bis zum Jahresende gehen neun von zehn Betrieben von einer unverändert guten Geschäftslage aus.

Kaum Veränderungen im Detailhandel

Der Thurgauer Detailhandel meldet für das zweite Quartal 2019 einen mengenmässig stabilen Warenverkauf. Die Ertragslage hat sich minim verbessert. 80 Prozent der Betriebe bezeichnen ihre Geschäftslage als befriedigend, bei den übrigen überwiegen die positiven Einstufungen.

Auf die kommenden drei Monate blicken die Detailhändler vorsichtig. Jeder Dritte befürchtet Umsatzeinbussen, immerhin fast jeder Vierte hält höhere Umsätze für wahrscheinlich. Die Geschäftslage bis Ende 2019 – mit dem Weihnachtsgeschäft – beurteilen sie etwas zuversichtlicher.

Im Fokus: Betriebliche Gesundheitsförderung

In der August-Ausgabe des Thurgauer Wirtschaftsbarometers wird zudem das betriebliche Gesundheitsmanagement beleuchtet. Die FPT Motorenforschung AG in Arbon und der Schienenfahrzeughersteller Stadler geben Einblick in ihre Konzepte.

Thurgauer Wirtschaftsbarometer online: wirtschaftsbarometer.tg.ch

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