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Mike Franz als neuer Bankrat der TKB vorgeschlagen

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat den Wahlvorschlag für einen frei werdenden Sitz im Bankrat der Thurgauer Kantonalbank (TKB) verabschiedet. Vorgeschlagen wird der IT-Spezialist Mike Franz. Die Wahl durch den Grossen Rat ist für den 19. April 2017 vorgesehen.

Per Ende Mai 2017 tritt der Frauenfelder Werner Dickenmann (SVP) nach neun Jahren als Bankrat der TKB von seinem Amt zurück. Dieser Sitz soll auf den 1. Juni 2017 wieder besetzt werden. Gemäss Gesetz über die Thurgauer Kantonalbank hat der Regierungsrat das Vorschlagsrecht für die Mitglieder des Bankrates. Nach einem intensiven Auswahlverfahren nominiert der Regierungsrat den 52-jährigen IT-Spezialisten Mike Franz aus Gipf/Oberfrick (AG) als neues Mitglied des Bankrates und empfiehlt ihn dem Grossen Rat zur Wahl.

Nach Ansicht des Regierungsrates entspricht der vorgeschlagene Mike Franz dem Anforderungsprofil für das neue Mitglied des Bankrates der TKB in hohem Mass. Gemäss diesem ist eine Person gesucht, die relevante Kenntnisse und Berufserfahrung im Bereich der Informationstechnologie (IT) sowie Wissen im Bereich der Digitalisierung und der Gestaltung von E-Kanälen mitbringt. Der Kandidat soll über Erfahrungen verfügen, die für die künftigen Herausforderungen der TKB bezüglich Informatik und Digitalisierung einen Mehrwert bringen. Zusätzlich werden auch volks- und betriebswirtschaftliche Kenntnisse vorausgesetzt sowie – falls notwendig – die Bereitschaft, vertiefte Kenntnisse des Bankwesens zu erwerben.

Mike Franz, diplomierter Elektroingenieur ETH, ist im Kanton Aargau aufgewachsen und war bereits während seines Studiums unternehmerisch tätig. Im Jahr 1996 gründete er gemeinsam mit Partnern die heutige Netcetera Group AG / Netcetera AG. Netcetera ist eine der führenden Softwarefirmen für Lösungen in der digitalen Transformation. Die zur Gruppe gehörende Braingroup AG ist auf die digitale Transformation für Banken und Versicherungen spezialisiert. Die gesamte Firmengruppe erzielt mit ca. 400 Mitarbeitenden über 60 Millionen Franken Umsatz. Mike Franz verfügt über beste Kenntnisse und grosse Berufserfahrung im Bereich der digitalen Transformation, so dass dieser Kompetenzbereich im TKB-Bankrat hervorragend abgedeckt sein wird.

Die subsidiäre Anforderung einer Mitgliedschaft in der SVP erfüllt Mike Franz, der keiner politischen Partei angehört, nicht. Er hat sich jedoch bereit erklärt, auf Wunsch die Verbindung zur SVP Thurgau verbindlich zu pflegen und ihr gerne auch regelmässig für Berichterstattung, Fragen und Anliegen in Zusammenhang mit dem TKB-Bankrat zur Verfügung zu stehen. Die SVP-Fraktion wird zu entscheiden haben, ob sie Mike Franz als Vertreter der SVP Thurgau bezeichnen möchte. Falls sie davon absieht, so bleibt der zweite SVP-Sitz vakant und wird bei der nächsten Ersatzwahl eines parteilosen Mitglieds wiederum subsidiär in das Anforderungsprofil einfliessen.

Mike Franz ist nicht im Thurgau wohnhaft. Nachdem aber fünf Mitglieder des Bankrats im Thurgau wohnen, wird das vom Regierungsrat vorgegebene Minimum eingehalten. Der Regierungsrat hält in seiner Botschaft an den Grossen Rat zudem fest, dass der in ländlicher Umgebung verwurzelte Kandidat mentalitätsmässig gut in den Thurgauer Bankrat passe.

Vorstellung des Kandidaten für den frei werdenden Sitz im Bankrat der Thurgauer Kantonalbank (v.l.): Regierungsrat Jakob Stark, der Kandidat Mike Franz, Urs Saxer, Vizepräsident Bankrat TKB.
Vorstellung des Kandidaten für den frei werdenden Sitz im Bankrat der Thurgauer Kantonalbank (v.l.): Regierungsrat Jakob Stark, der Kandidat Mike Franz, Urs Saxer, Vizepräsident Bankrat TKB.