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Steuerbare Gewinne brachen 2015 spürbar ein

Die steuerbaren Einkommen der natürlichen Personen nahmen 2015 leicht zu. Bei den juristischen Personen hinterliess die Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 allerdings deutliche Spuren in den Erfolgsrechnungen: Die steuerbaren Gewinne gingen um fast einen Fünftel zurück.

Gemäss der soeben erschienenen Steuerstatistik zum Jahr 2015 stieg bei den natürlichen Personen das steuerbare Einkommen um 2,8 %. Erneut hat die Zahl der einkommensstärksten Steuerpflichtigen am deutlichsten zugenommen. 2015 waren 5 % mehr natürliche Personen mit einem steuerbaren Einkommen von über 200‘000 Franken im Thurgau steuerpflichtig als im Vorjahr. Insgesamt gab es 1,4 % mehr Steuerpflichtige. Damit setzte sich der Trend der letzten Jahre fort. Seit 2005 ist die Zahl der Steuerpflichtigen mit einem steuerbaren Einkommen von über 100‘000 Franken um rund 85 % gewachsen, während die Gesamtzahl der Steuerpflichtigen um 19 % zunahm.

Die Alterung der Bevölkerung zeigt sich auch in der Steuerstatistik: ein immer grösserer Anteil des Steuersubstrats kommt von älteren Menschen.

Bei juristischen Personen brachen die steuerbaren Gewinne 2015 deutlich ein
Während bei den natürlichen Personen die schwierige Wirtschaftslage nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 kaum spürbar war, hinterliess sie bei den juristischen Personen deutliche Spuren. Die steuerbaren Gewinne gingen um fast einen Fünftel  zurück - obwohl 3,8 % mehr Betriebe steuerlich veranlagt wurden. Insbesondere bei den Aktiengesellschaften brachen die steuerbaren Gewinne markant ein.

2 % der Unternehmen erwirtschafteten über 60 % des steuerbaren Gewinns
Der Gewinnsteuerertrag (einfache Steuer zu 100 %) lag um 3,9 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Grossteil der Gewinnsteuererträge stammt von wenigen Betrieben. 273 juristische Personen (2,1 % der veranlagten Unternehmen) wiesen 2015 einen steuerbaren Gewinn von mehr als einer Million Franken auf. Damit erwirtschafteten sie 64 % des gesamten steuerbaren Gewinns und 60 % des Gewinnsteuerertrags.  Auf der anderen Seite  generierte die Hälfte der veranlagten Unternehmen gar keinen steuerbaren Gewinn.

Steuerstatistik_Natuerliche_und_Juristische_Personen.pdf [pdf, 1.4 MB]